Psalm 23

Ein Psalm Davids. Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zum frischen Wasser. Er erquickt meine Seele; Er führt mich auf rechter Straße um Seines Namens Willen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn Du bist bei mir, Dein Stecken und Dein Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbst mein Haupt mit Öl und schenkst mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar. – Psalm 23,1-6

Psalm 23 erinnert mich daran, wer Gott für mich ist: mein Vater, mein Versorger, mein Hirte, derjenige, der mich führt und bewahrt.

Besonders berührt mich der Moment, in dem sich die Sprache des Psalms verändert. Zuerst spricht David über Gott: “Er lagert mich … Er führt mich … Er erquickt meine Seele.” Doch als er durch das “finstere Tal” geht, spricht er plötzlich zu Gott: “Du bist bei mir.”

Genau darin liegt für mich eine tiefe Ermutigung. Gerade in den dunklen und schweren Zeiten wird Gott nicht ferner – im Gegenteil: Ich bin mir Seiner Nähe noch bewusster.

Im finsteren Tal redet David nicht mehr nur über Gott, sondern mit Gott.

Das schenkt mir Hoffnung. Ich muss den Tal nicht allein durchqueren. Gott geht mit mir. Sein Stecken und Sein Stab trösten mich. Auch wenn ich den Weg nicht mehr verstehe oder nicht weiß, was hinter der nächsten Kurve liegt, darf ich darauf vertrauen: Er ist da. Er weicht nicht von meiner Seite.

Psalm 23 erinnert mich deshalb immer wieder daran: Ich bin nicht allein – nicht auf den grünen Auen und auch nicht im finsteren Tal. Mein Hirte geht mit mir.