Es gibt eine Hoffnung, die nicht darauf wartet, dass die Nacht verschwindet, bevor sie zu singen beginnt. Sie singt in der Nacht.

„Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott mit Gesang. Und die Gefangenen hörten ihnen zu.“ – Apostelgeschichte 16,25

Paulus und Silas sangen nicht, weil alles gut lief.

Sie waren geschlagen worden, ins Gefängnis geworfen und ihre Füße waren in Ketten gelegt. Und trotzdem begannen sie um Mitternacht zu beten und Gott zu loben.

Ihre Umstände hatten sich nicht verändert. Aber ihr Blick hatte sich verändert.

Vielleicht sieht Deine eigene „Nacht“ ganz anders aus. Vielleicht ist es eine Zeit des Wartens. Ein Gebet, auf das Du noch keine Antwort bekommen hast. Eine Tür, die sich bisher nicht geöffnet hat. Eine Enttäuschung, mit der Du nicht gerechnet hast. Ein Kampf, der länger dauert als gedacht.

Und vielleicht denkst Du: „Wenn sich meine Situation verändert, dann werde ich Gott wieder loben – ich werde an Gott wieder glauben.“

Doch biblische Hoffnung sagt: „Auch hier und jetzt kann ich Gott loben.“

Nicht, weil der Schmerz nicht real wäre. Nicht weil wir so tun müssen, als wäre alles in Ordnung. Sondern weil Gott auch in der Nacht Gott bleibt.

Anbetung in der „Nacht“ ist ein Ausdruck von Vertrauen.

Wenn Du singst, während Du noch wartest, erklärst Du damit: „Ich sehe die Antwort noch nicht, aber ich vertraue weiterhin dem, der sie in Seiner Hand hält.“

Und manchmal wird Dein Lied zur Antwort auf die Stille eines anderen Menschen: … Die anderen hörten ihnen zu.

Deine Treue in einer schwierigen Zeit kann jemanden ermutigen, der still durch seine eigene Nacht geht. Dein Lobpreis kann jemanden daran erinnern, dass Gott immer noch würdig ist. Deine Hoffnung kann zu dem Lied werden, das jemand anderes gerade hören musste.

Zum Nachdenken…

Was fühlt sich in Deinem Leben gerade wie eine „Nacht“ an?

Wie würde es aussehen, Gott zu loben, noch bevor sich Deine Situation verändert?

Du musst nicht alle Antworten haben. Du musst Dich nicht stark fühlen. Du darfst einfach flüstern: „Jesus, ich vertraue Dir immer noch.“. Und manchmal ist genau das der Anfang eines Liedes.

Möchtest Du ein Gebet mitbeten?

Wenn Du bereit bist…

Jesus, lehre mich zu hoffen, wenn ich den Weg nach vorne nicht sehen kann. Wenn meine Gebete unbeantwortet scheinen, hilf mir, weiter zu vertrauen. Wenn mein Herz schwer ist, schenke mir bitte ein Lied – nicht weil alles leicht ist, sondern weil Du treu bist. Lass mein Lob in der Nacht zu einem Zeugnis Deiner Güte werden. Und wenn jemand zuhört, lass mein Leben ihn daran erinnern, dass es immer noch Hoffnung gibt. Ich mag in der Nacht sein, aber ich bin nicht ohne Dich. Und weil Du bei mir bist, habe ich immer noch ein Lied. Danke Jesus. Amen.